
Ich habe es heute auch in meinem Blog “Gemacht mit Liebe” schon erzählt: In der Online-Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers erschien gestern ein Artikel über mich. In einer Serie
werden in dieser Woche alle fünf Kölner vorgestellt, die nächste Woche auf der re:publica eigene Vorträge halten werden und da ich ja zusammen mit Kiki Haas dort zum Thema Crafting sprechen werde, wurde ich auch dafür interviewt. Der Artikel erschien unter dem Titel “Frau Elise häkelt für das Netz”. Ich erzähle darin, warum Crafting ein Thema für eine der größten Internetkonferenzen Europas ist und wie ich überhaupt dazu gekommen bin, mit dem Häkeln anzufangen.
Ansonsten würde ich mich natürlich sehr darüber freuen, nächste Woche möglichst viele Leser auf der re:publica zu treffen. Ich weiß aus Erfahrung, dass es schwierig ist, vorab Verabredungen zu treffen, bzw. diese dann auch einzuhalten, weil dort einfach jedes Jahr unwahrscheinlich viel los ist – am ehesten klappt es aber, wenn man sich spontan über Twitter anschreibt oder zwischen den Veranstaltungen am “Affenfelsen” vorbeischaut. Und natürlich ist dann ja noch unser Panel “Yarnbombing, Social Commerce und die Craftistas” – wer Lust und Zeit hat: Dienstag um 16 Uhr 15 auf Stage 5.
U
nd hier noch eine kleine Meldung in eigener Sache: Ich freue mich sehr darüber, dass ich ab sofort die Schweizer Agentur CS2 AG mit Blogartikeln und Artikeln fürs Kundenmagazin unterstützen darf! CS2 ist eine Full-Service-Web-Agentur und spezialisiert auf TYPO3, Magento und SugarCRM für Corporate Websites, Webapplikationen, E-Commerce und CRM.
Im Blog erschien letzte Woche ein erster Artikel, in dem ich mich mit den Unterschieden zwischen WordPress und TYPO3 beschäftigt habe: “WordPress oder TYPO3 – Eine Frage der Anforderungen”.
Das Kundenmagazin “Am Start” erscheint drei Mal jährlich und kann direkt auf der Website von CS2 als PDF heruntergeladen werden. Momentan sitzen wir bereits an der nächsten Ausgabe, die Mitte Mai erscheinen wird. Das Thema ist diesmal “Webapplikationen mit TYPO3″.
Für mich ist das eine tolle Aufgabe, die mir sehr viel Spaß macht – zum einen, weil ich einfach gerne redaktionell arbeite und zum anderen, weil ich dabei noch einiges lernen kann, nachdem ich mich bisher schwerpunktmässig mit WordPress beschäftigt hatte.
CS2 twittert natürlich auch, und zwar unter @CS2Switzerland, außerdem gibt es eine Seite bei Google+.
Und während gestern Abend Twitter wegen der Wahl des neuen Papstes schier explodierte, ging eine wichtige Meldung beinahe unter: Google möchte zum 1. Juli den Google Reader einstellen! Genau, Sie haben das richtig gelesen, es ist kein verfrühter Aprilscherz: Google möchte zum 1
. Juli den Google Reader einstellen. Ganz beiläufig wurde das im Google Blog angekündigt, daneben erhielten Google-Nutzer eine Meldung auf dem Bildschirm, als sie sich heute Morgen dort einloggten. Immer weniger Nutzer würden den 2005 gestarteten Dienst nutzen, so Google. Ob das wirklich stimmt, ist schwer zu beurteilen, Zahlen, wie viele Nutzer der Google Reader hat, liegen keine vor. Google hat aber auch in der Vergangenheit immer wieder Dienste eingestellt, die nicht lukrativ waren, das war bei Google Wave zum Beispiel so. Und erst letzte Woche wurde bekannt, dass auch mit dem Google-Bilderdienst Picasa demnächst Schluss sein soll. Vermutlich möchte Google sich verstärkt um den Ausbau von Google Plus kümmern, denn die Plattform scheint sich, trotz aller Unkenrufe, doch immer mehr als Alternative zu Facebook zu entwickeln. Nichts desto Trotz: Für viele Nutzer ist das sehr ärgerlich, denn ohne einen guten Feedreader lässt sich ein Arbeitsalltag in der Kommunikations- und Medienbranche kaum organisieren und der Google Reader bietet hier einfach viele Vorteile.
Ich selber nutze den Google Reader seit Anfang 2009 und kann mir persönlich nicht vorstellen, ohne diesen Dienst auszukommen. Über 250 Feeds habe ich dort abonniert, die ich in verschiedenen Gruppen sortiert habe und ich schaue mehrfach am Tag dort hinein, um News zu lesen oder um meine Artikel zu verwalten. Am Arbeitsplatz nutze ich hauptsächlich den Browser, weil hier alles klar und übersichtlich ist und auf jeglichen Schnickschnack im Design verzichtet wurde. Unterwegs nutze ich hauptsächlich Feeddler Pro (iPhone und iPad) – für mich funktioniert der Workflow so perfekt und ich habe im Laufe der Zeit tatsächlich einige Alternativen getestet. Einziger Nachteil ist, dass ich über den Browser nicht mehr wie früher eine Anbindung an Twitter oder Facebook habe und dann von Hand teilen muss. Dass der Dienst nun eingestellt wird, ist von daher sehr ärgerlich – und so geht es vielen, vielen anderen Nutzern auch. Denn natürlich kann man auf einen anderen Reader umziehen – nur hat man sich wie ich vielleicht einfach daran gewöhnt, so zu arbeiten. Dass der Google Reader dabei immer kostenlos war, hat für mich nie eine Rolle gespielt, wenn die Nutzung etwas gekostet hätte, hätte ich das gezahlt. Wenn es gut läuft, darf es auch ruhig etwas kosten. Doch was kann man als Nutzer nun eigentlich tun?
Erstens: Zum einen gibt es gerade eine E-Petition auf Change.org von Daniel Lewis, die man unterzeichnen sollte. Möglich, dass es noch weitere Petitionen geben wird, diese hier aber läuft bereits recht erfolgreich. Seit gestern Abend haben bereits 36092 Supporter unterschrieben und es werden stündlich mehr. Zeichnet mit und teilt den Link, denn je mehr dort unterzeichnen, umso besser. Gut möglich, dass Google sich bereit erklärt, den Dienst weiter anzubieten – denn Kosten verursacht er eigentlich keine, wie Lewis im offenen Brief darlegt.
Zweitens: Ruhig bleiben, abwarten und Tee, bzw. Kaffee trinken! Denn nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird und bis zum 1. Juli ist ja auch noch ein bisschen Zeit. Denn auch wenn sich heute die Meldungen und Artikel zum Thema Google Reader häufen: Was wirklich passiert, ist noch offen. Vielleicht besinnt sich Google ja noch. Oder jemand setzt sich hin und entwickelt einen Google Reader-Klon, der aber bessere Funktionen anzubieten hat. Daneben hat Reeder beispielsweise schon angekündigt, seinen Dienst aufzurüsten, um künftig auch unabhängig von Google weiterzumachen – und ich denke, da werden noch weitere folgen.
Drittens: Seine Feeds exportieren und bereits jetzt schon nach einer googlefreien Alternativen suchen, um in Ruhe auszuprobieren, was am besten funktionert. Bei t3n gibt es dazu zum Beispiel einen hilfreichen Artikel: “Sechs Alternativen zum Google Reader”. Netwire scheint mir momentan die beste Lösung zu sein, einfach, weil man sich hier nicht allzu sehr umgewöhnen muss, was die Sehgewohnheit angeht. Interessant finde ich außerdem Fever – dazu muss man allerdings über einen eigenen Server verfügen. Ich selber werde in den nächsten Tagen einfach nach und nach mal testen, wie was funktioniert und ob es für mich eine Alternative werden kann. Sich von Google unabhängig zu machen, ist prinzipiell ja so falsch nicht. Wie man seine Feeds exportiert, erklärt Google auf seiner Seite. Dabei bleiben alle Daten erhalten, das heißt, auch meine 50.000 markierten Artikel gehen nicht verloren. Zum Glück!
Nachtrag: Gerade eben habe ich noch einen Artikel zum Thema bei der Karrierebibel (im Reader!) gefunden: “Google Reader Alternativen: Die besten Artikel und Dienste im Überblick”. Einfach mal nachlesen, hier finden sich viele weiterführende Infos.
Und darüber freue ich mich sehr: Seit dieser Woche gibt es fürs Büro wieder eine Außenstelle! Eine Freundin hat in einem ehemaligen Ladenlokal in der Kölner Südstadt eine Bürogemeinschaft gegründet. Platz gibt es hier eine ganze Menge, wir haben einen großen Arbeitsraum, eine große offene Küche mit Sitzecke, einen Besprechungsraum mit Sofas, ein “Kabuff” für die ganze Technik und Büromaterial sowie eine Terrasse im Hinterhof, auf der man dann, sobald es wärmer wird, auch draußen arbeiten kann. Und für den Morgenkaffee wird es vor dem Schaufenster noch eine hübsche Bank geben. Ein bisschen leer ist es noch, aber das wird sich in den nächsten Tagen und Wochen ganz schnell ändern.
Der “Laden” soll aber nicht einfach nur eine klassische Bürogemeinschaft sein, sondern eher ein kleiner, feiner Coworking-Space. Das heißt, wir möchten nicht nur die eigenen Projekte verfolgen, sondern auch das ein oder andere Projekt gemeinsam gestalten, vorwiegend im kreativen Bereich. Denn ein Büro ist kein Ponyhof – könnte aber. Man muss es sich einfach nur so gestalten, wie man es haben möchte.
Wer Lust hat, uns zu besuchen: Vorher Bescheid geben und dann vorbeikommen, es gibt guten Kaffee! Und über den Laden habe ich vor ein paar Monaten schon mal eine längere Geschichte geschrieben: “Von Kaffe, Bäumen und einem Laden in der Südstadt“.