Gepostet am 23 Apr 2012



Auch in diesem Jahr bin ich übrigens wieder auf der re:publica – nächste Woche am Mittwoch geht es endlich los, nachdem ich mein Ticket schon seit November daheim am Kühlschrank hängen habe. Gerade eben habe ich zum ersten Mal ins Programm geschaut und ich muss zugeben, dass ich ein wenig erschlagen bin, denn das das Angebot an Sessions ist mehr als enorm.
Was es mit der re:publica auf sich hat, werden vielleicht nicht alle meiner Leser wissen: Die re:publica wird seit 2007 einmal jährlich im Frühjahr in Berlin veranstaltet und ist die größte deutsche Social-Media-Konferenz. Es geht aber nicht einfach nur um Facebook, Twitter & Co, sondern viel mehr um Gesellschaft, Kultur, Technik, Medien oder Politik. An drei Tagen werden dazu unzählige Sessions veranstaltet, die Speaker dafür haben sich während der Vorlaufzeit selber vorgeschlagen, entsprechend gibt es eine sehr große Vielfalt an Vortragenden und Themen. Und damit nicht nur die über 3000 Besucher, die jedes Jahr mit dabei sind, von den Vorträgen profitieren, werden alle Sessions live im Netz übertragen.
Für mich ist es die dritte re:publica, 2010 und 2011 war ich schon mit dabei. Damals fand sie noch im Friedrichstadt-Palast und der dahinter liegenden Kalckscheune statt, doch da sie von Jahr zu Jahr mehr Besucher anzieht, war dort einfach nicht mehr genügend Platz – ein Umzug stand an. Der neue Veranstaltungsort ist die STATION Berlin, ein ehemaliger Postbahnhof. Was das für die rp12 bedeutet, wird sich noch zeigen, bisher war für mich typisch re:publica, dass es trotz der enormen Größe auch einen enormen Kuschelfaktor gab. Heißt: Es war so eng und voll, dass man ständig Bekannte getroffen hat, denn alles zentrierte sich auf einen relativen kleinen Raum. Sich miteinander zu verabreden war selten nötig, man lief sich immer irgendwann über den Weg, spätestens völlig eingequetscht in einem der Treppenhäuser, durch das sich in den Veranstaltungspausen alles quetschte, um von einem Raum in den anderen zu kommen.
Das hört sich nun schlimmer an, als es war: Ich habe selten eine Veranstaltung in einer solchen Größe erlebt, bei der sich wirklich alle so freundlich, so diszipliniert und so hilfsbereit wie auf der rp waren. Ich muss dazu sagen, dass ich ein wenig unter Platzangst leide und mich daher auf großen Veranstaltungen meistens unwohl fühle. Auf der re:publica war das allerdings bisher seltenst so. Unvergesen auch der Moment, als ich, durstig in einem Vortrag auf einem der allerletzten Plätze sitzend, verzweifelt twitterte, ich habe so Durst und könne aber wegen des Platzes nicht weg, und kurz darauf ein mir bis dato wildfremder Mensch vor mir stand, um mir lachend eine Flasche Wasser in die Hand zu drücken – in einem Raum, in dem ein paar hundert Leute saßen. Das war übrigens UliUli, wir haben uns dann später noch einige Male gesehen. Er sammelt nicht nur seit Jahr und Tag die schönsten Twitternamen, sondern betreibt auch das überaus coole Blog “Wer ist Dir lieber – ein Blog für Entscheider”.
Letztes Jahr hatte ich auf der re:publica live gebloggt, es gab Tageszusammenfasssungen und eine sehr große Linksammlung aller Nachberichte. Wie ich es in diesem Jahr halte, weiß ich noch nicht genau, denn das Bloggen ist natürlich auch ein wenig mit Hektik und vor allem mit dem Herumtragen von einigem Equipment verbunden. Mal sehen, ich entscheide das spontan. Genauso spontan werde ich wohl auch entscheiden, welche Veranstaltungen ich in diesem Jahr besuche. Im ersten Jahr hatte ich mir einen Fahrplan zusammengebastelt, um möglichst viele Sessions mitzuerleben, letztes Jahr dann hatte ich mich eher treiben lassen und ich muss sagen, das hat wesentlich mehr Spaß gemacht. So eine riesige Veranstaltung entwickelt ja auch immer ihre ganz eigene Dynamik. Themen, die mich besonders interessieren, sind aber Kommunikation, Medien, Öffentlichkeitsarbeit, Politik und die Zukunft des Netzes.
Wer mich auf der rp12 treffen möchte, erreicht mich immer per Mail oder einfach über Twitter unter @Frau_Elise. Ich freue mich riesig auf Berlin!
Es war Club-Mate, um bei der historischen Wahrheit zu bleiben. Leider kann ich dieses Jahr die Getränkeversorgung für Frauen in Not nicht übernehmen und baue daher auf deine ebenso kompetente wie umfangreiche rp12-Berichterstattung.